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Ratgeber · Rendite

Mietrendite berechnen: Rechner, Formel und alle Beispiele für 2026

Mit kostenlosem Rechner, Formel und konkreten Beispielen. So weißt du in 90 Sekunden, ob sich eine Immobilie als Kapitalanlage lohnt.

Aktualisiert: Mai 2026 Lesezeit ~9 min

Du überlegst, eine Wohnung oder ein Haus als Kapitalanlage zu kaufen – aber weißt nicht, ob sich das wirklich lohnt? Die entscheidende Kennzahl ist die Mietrendite. Sie zeigt dir auf einen Blick, wie viel Prozent deines eingesetzten Kapitals du jährlich als Mieteinnahmen zurückbekommst.

In diesem Artikel findest du:

  • einen kostenlosen Renditerechner direkt hier nutzbar
  • die genaue Formel für Brutto- und Nettomietrendite
  • konkrete Rechenbeispiele mit realen Zahlen
  • Antworten auf die vier häufigsten Fragen zur Immobilienrendite

Mietrendite berechnen – der Rechner

Trage einfach deine Zahlen ein:

Renditerechner

Mietrendite berechnen

Brutto- & Nettomietrendite plus Kaufpreisfaktor sofort ermitteln.

Kaufpreis & Mieteinnahmen
€/Monat
Kaufnebenkosten
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Laufende jährliche Kosten (nicht umlegbar)
€/Jahr
€/Jahr
€/Jahr
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Was ist die Mietrendite?

Die Mietrendite – auch Immobilienrendite genannt – gibt an, wie viel Prozent du von deinem investierten Kapital jährlich als Mieteinnahmen zurückerhältst. Sie ist die wichtigste Kennzahl, um verschiedene Immobilien miteinander zu vergleichen.

Es gibt zwei Varianten, die du kennen solltest:

  1. Bruttomietrendite – schnelle Übersicht, ohne Kosten
  2. Nettomietrendite – realistisch, mit allen Kosten

Wer nur auf die Bruttorendite schaut, erlebt oft böse Überraschungen.

Die Formel: Bruttorendite berechnen

Die Bruttomietrendite ist der schnelle erste Check. Du brauchst nur zwei Zahlen:

Bruttomietrendite (%) = (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100

Beispiel:

  • Kaufpreis der Wohnung: 280.000 €
  • Monatliche Kaltmiete: 900 €
  • Jahreskaltmiete: 900 × 12 = 10.800 €
Bruttomietrendite = (10.800 ÷ 280.000) × 100 = 3,86 %

Was sagt dir die Bruttorendite?

BruttomietrenditeBewertung
Unter 4 %Niedrig – nur in sehr guten Lagen mit Wertsteigerung akzeptabel
4 – 5 %Durchschnitt – Standardmarkt in deutschen Großstädten
5 – 6 %Gut – solide Kapitalanlage mit positivem Cashflow möglich
Über 6 %Sehr gut – oft B-/C-Städte, Risiko und Lage prüfen
Wichtig: Die Bruttorendite ignoriert alle Kosten – Nebenkosten beim Kauf, Verwaltung, Instandhaltung, Leerstand. Sie ist nur der erste Blick, nicht die Entscheidungsgrundlage.

Die Formel: Nettomietrendite berechnen

Die Nettomietrendite ist realistisch. Sie berücksichtigt alle echten Kosten – beim Kauf und im laufenden Betrieb.

Nettomietrendite (%) = (Jahresnettomieteinnahmen ÷ Gesamtinvestition) × 100

Schritt 1: Gesamtinvestition berechnen

Der Kaufpreis allein reicht nicht. Du musst alle Kaufnebenkosten einrechnen:

PositionBetrag (Beispiel)
Kaufpreis280.000 €
Grunderwerbsteuer (NRW: 6,5 %)18.200 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)5.600 €
Maklerprovision (falls anfallend, ca. 3,57 %)9.996 €
Gesamtinvestition313.796 €

Schritt 2: Jahresnettomieteinnahmen berechnen

Von der Jahreskaltmiete ziehst du die nicht umlegbaren laufenden Kosten ab:

PositionBetrag/Jahr
Jahreskaltmiete10.800 €
Hausverwaltung (ca. 5–8 %)– 700 €
Instandhaltungsrücklage (ca. 1 €/m² pro Monat)– 720 €
Nicht umlagefähige Nebenkosten– 300 €
Leerstandsrisiko (ca. 3–5 % der Miete)– 324 €
Jahresnettomieteinnahmen8.756 €

Schritt 3: Nettomietrendite ausrechnen

Nettomietrendite = (8.756 ÷ 313.796) × 100 = 2,79 %

Die Bruttorendite dieser Wohnung lag bei 3,86 % – die Nettorendite nur noch bei 2,79 %. Das ist der Unterschied, der über Gewinn oder Verlust entscheidet.

Kaufpreisfaktor: Die schnelle Vergleichsgröße

Neben der Mietrendite nutzen erfahrene Anleger den Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger genannt). Er zeigt, wie viele Jahreskaltmieten du für eine Immobilie zahlst.

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete

Beispiel:

280.000 € ÷ 10.800 € = 25,9

Du zahlst das 25,9-fache der Jahreskaltmiete. In A-Städten (München, Berlin, Hamburg) sind Faktoren von 30–40 üblich – in NRW-Städten oft 18–25.

KaufpreisfaktorRendite-Einschätzung
Unter 20Sehr renditestark – aber Risiko und Lage prüfen
20 – 25Gut – typisch für B-Städte und Randlagen
25 – 30Durchschnittlich – Wertsteigerung als Argument nötig
Über 30Rendite niedrig – setzt auf Wertsteigerung
Faustformel: Kaufpreisfaktor und Bruttomietrendite sind Kehrwerte voneinander. Faktor 25 entspricht 4 % Bruttorendite, Faktor 20 entspricht 5 %.

Eigenkapitalrendite: Was du auf dein eigenes Geld verdienst

Wenn du die Immobilie finanzierst (Kredit), interessiert dich eine dritte Kennzahl: die Eigenkapitalrendite. Sie zeigt, wie viel Prozent du auf das Kapital verdienst, das du selbst eingesetzt hast.

Eigenkapitalrendite (%) = (Cashflow nach Finanzierung ÷ eingesetztes Eigenkapital) × 100
PositionBetrag
Eigenkapital eingesetzt80.000 €
Jahreskaltmiete10.800 €
Jährliche Kreditrate (Zins + Tilgung)– 9.600 €
Laufende Kosten (Verwaltung, Rücklagen)– 1.720 €
Jährlicher Cashflow– 520 €

Hier ist der Cashflow leicht negativ – die Immobilie „kostet" 43 €/Monat aus eigener Tasche. Dafür baust du durch die Tilgung Vermögen auf und profitierst von AfA und möglicher Wertsteigerung.

Was ist eine gute Mietrendite?

Es gibt keine universelle Antwort – aber klare Orientierungswerte für 2026.

Richtwerte für Deutschland 2026

LageBruttomietrenditeKaufpreisfaktor
München, Frankfurt, Hamburg2,5 – 3,5 %30 – 40
Berlin, Düsseldorf, Köln3,5 – 4,5 %22 – 28
Dortmund, Essen, Duisburg4,5 – 6,5 %15 – 22
Kleinere NRW-Städte5,0 – 8,0 %12 – 20

Was Kapital-Bau empfiehlt

  • Bruttomietrendite mindestens 4,5 % (besser 5 %+)
  • Nettomietrendite mindestens 3 %, damit du nicht dauerhaft draufzahlst
  • Kaufpreisfaktor nicht über 25 für NRW-Lagen

Aber: Eine Immobilie mit 3 % Nettomietrendite in bester Kölner Lage kann langfristig rentabler sein als 6 % Rendite in einer strukturschwachen Region – wegen der Wertsteigerung.

Rechenbeispiel: NRW-Wohnung vs. München

Wohnung DortmundWohnung München
Kaufpreis180.000 €600.000 €
Monatliche Miete850 €1.400 €
Jahreskaltmiete10.200 €16.800 €
Bruttomietrendite5,67 %2,80 %
Kaufpreisfaktor17,635,7
Eigenkapital (25 %)45.000 €150.000 €

Die Dortmunder Wohnung bringt fast doppelt so viel Rendite – mit weniger als einem Drittel des Eigenkapitals. Für Angestellte mit 3.000–6.000 € netto ist das oft der sinnvollere Einstieg.

Die häufigsten Fehler bei der Renditeberechnung

1. Kaufnebenkosten vergessen

Wer Grunderwerbsteuer (in NRW 6,5 %), Notar und ggf. Maklerprovision nicht einrechnet, unterschätzt die Gesamtinvestition um 10–15 %. Das verzerrt die Rendite erheblich.

2. Nur Bruttorendite anschauen

Verwaltung, Instandhaltung und Leerstand können 1–2 Prozentpunkte Rendite fressen.

3. Leerstand nicht einkalkulieren

Selbst gute Immobilien stehen gelegentlich leer. 2–4 Wochen Leerstand pro Jahr (ca. 3–8 % der Miete) gehören realistisch in jede Kalkulation.

4. Instandhaltungsrücklage ignorieren

Pro Quadratmeter und Monat solltest du mindestens 1 € als Rücklage einplanen. Bei einer 70-m²-Wohnung sind das 840 €/Jahr.

5. Finanzierungskosten nicht berücksichtigen

Die Rendite auf das Gesamtkapital sagt wenig darüber, was du auf dein eigenes Geld verdienst. Entscheidend ist die Eigenkapitalrendite nach Kreditkosten.

Häufige Fragen zur Mietrendite

Was ist eine sehr gute Mietrendite?

Als sehr gute Bruttomietrendite gelten in Deutschland Werte ab 6 %. Realistisch erreichbar sind solche Werte vor allem in B- und C-Lagen – also mittelgroße Städte wie Dortmund, Essen, Wuppertal oder kleinere NRW-Städte. In A-Städten wie München oder Hamburg liegen Bruttorenditen typischerweise bei 2,5–3,5 %.

Was bedeutet 6 % Mietrendite?

Bei 6 % Bruttomietrendite bekommst du jährlich 6 % deines Kaufpreises als Kaltmiete zurück. Eine Wohnung für 200.000 € würde also 12.000 € Jahreskaltmiete (1.000 €/Monat) erwirtschaften. Nach Abzug aller Kosten bleibt als Nettomietrendite typischerweise 4–4,5 % übrig.

Was bleibt von 1.000 Euro Mieteinnahmen?

Von 1.000 € Kaltmiete im Monat gehen im Schnitt 50–150 € für Verwaltung, Rücklagen und nicht umlegbare Kosten ab. Dazu kommt die Steuer auf die Nettomieteinnahmen – die durch AfA und Werbungskosten aber oft auf null oder sogar negativ gedrückt wird.

Wie hoch sollte die Netto-Mietrendite sein?

Als Mindestgrenze für eine rentable Immobilienanlage gelten 3 % Nettomietrendite. Darunter trägt die Immobilie sich in der Regel nicht selbst und erfordert dauerhaft Zuzahlungen aus eigener Tasche. Ideal sind 3,5–5 % Nettomietrendite – dann ist der Cashflow positiv oder zumindest ausgeglichen.

Fazit: Mietrendite ist der Start – nicht das Ende

Die Mietrendite sagt dir, ob eine Immobilie grundsätzlich interessant ist. Die endgültige Entscheidung hängt aber von deutlich mehr Faktoren ab: Lage, Bausubstanz, Mieterstruktur, lokalem Mietmarkt und deiner persönlichen Steuer- und Finanzsituation.

Für Angestellte mit 3.000–6.000 € netto gibt es in NRW aktuell attraktive Objekte mit Bruttorenditen zwischen 4,5 und 6,5 % – und durch die steuerlichen Vorteile (AfA, Werbungskosten) verbessert sich die Gesamtrendite noch einmal erheblich.

Welche Immobilien passen konkret zu dir?

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Stand: Mai 2026. Alle Rechenbeispiele sind vereinfacht und dienen der Veranschaulichung. Individuelle Ergebnisse können abweichen. Keine Anlageberatung.